[Exkursion] “Topf & Söhne” / Erfurt 2015

10679758_952839774727531_8952749059761459803_oAm 17. Januar 2015 fand eine von der Jenaer Sektion der International Students of History Association (ISHA) organisierte Exkursion zum Gedenk- und Lernort „Topf und Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ statt. Es handelt sich dabei um die 2011 eröffnete Gedenkstätte auf dem ehemaligen Firmengelände desjenigen Unternehmens, das Verbrennungsöfen und Lüftungstechnik für die Gaskammern u.a. in Auschwitz entwickelte und baute. „An keinem anderen zivilen Ort waren die mit der Praxis der industriellen Vernichtung von Menschenleben verbundenen Fragen mehr präsent als in diesem Erfurter Unternehmen“, so die eindringlich-prägnante Beschreibung von Seiten des Erinnerungsortes.

An der Exkursion nahmen zehn internationale und neun deutsche Studierende teil. Rüdiger Bender, der Vorsitzende des Förderkreises Topf und Söhne, empfing die Gruppe und übernahm auch die englischsprachige Führung durch die Ausstellung der Gedenkstätte. Über zwei Stunden nahm er sich Zeit, die Geschichte der Firma und einzelner Akteure anschaulich darzustellen und deren Relevanz für heutige Fragen zu Eigenverantwortung und Moral in Arbeit und Wirtschaft mit Nachdruck aufzuzeigen. Die Gruppe beteiligte sich mit für uns sehr erfreulichem Engagement an den Diskussionen und hielt diese auch nach Ende der Führung aufrecht.

Nach einer weiteren halben Stunde zur eigenständigen Betrachtung der Ausstellung begab sich der Großteil der Gruppe noch in ein Erfurter Café. Auch hier ergaben sich anregende Gespräche und es wurde die Bitte geäußert, weitere Geschichtsexkursionen dieser Art zu organisieren – eine schöne Bestätigung für das Gelingen der Veranstaltung, die uns alle in hohem Maße bereichert hat, und für deren Förderung durch das Internationale Büro wir uns herzlich bedanken möchten.

↔ english version ↔

On January 17 2015, the Jena section of the International Students of History Association (ISHA) organized n excursion to the memorial and learning place “Topf & Söhne – Builders of the Auschwitz ovens”. This memorial was established in 2011 on a former company’s ground where the firm created and built incinerators and ventilation systems for gas chambers in Auschwitz.
“No other civilian place is more associated with the practice of industrial destruction of human life than in this Erfurt-based company”, so it says on the website the memorial.
Ten international and nine german students joined us on our ecursion to this exact place. Our guide Rüdiger Bender welcomed us and had our English tour through the exhibition and the memorial site. He took over two hours of his time to vividly illustrate the history of the company and individual actors to show their relevance to today’s questions about personal responsibility and morality in labor and economy with. The group participated very pleasing to the discussions and continued to ask question even after the regular tour ended. Our guide (and the ISHA members ) were happy to hear the enthusiastic discussion.
After another 30 minutes of independenly discovering the exhibition, most of our group went into Erfurt City. Again, there were lively discussions. All in all, this excursion was a success had all of us enriched to a high degree. We thank the International Bureau for founding this special trip!
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